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Geschichte DRK Geseke

  • 1904 - 1949

    Das Deutsche Rote Kreuz in unserer Stadt

    Im Stadtarchiv Geseke befindet sich ein Schreiben des damaligen Bürgermeisters Frettloh an die Bürger der Stadt Geseke (siehe Vorseiten). In diesem Schreiben lädt er, dem Aufruf des Provinzialvereins vom Roten Kreuz folgend, die Bürger zum Beitritt in das Deutsche Rote Kreuz ein. Bei genauerem Lesen muss aber festgestellt werden, dass es hierbei offensichtlich nicht um den Beitritt in einen örtlichen Verein des Deutschen Roten Kreuzes  handelt, sondern viel mehr als förderndes Mitglied des Kreisvereins / Provinzialvereins und einen  Jahresbeitrag von 1,00 Mark entrichten solle. Ob schon zu diesem Zeitpunkt Bestrebungen liefen einen örtlichen Verein zu Gründen ist nicht bekannt, jedenfalls konnten bisher keine Dokumente hierüber gefunden werden.

    Fest steht aber an Hand der alten Dokumente:

    Die Geschichte der DRK-Bereitschaft Geseke begann am 25. Mai 1904. An diesem Tag wurde die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Geseke, die heutige Bereitschaft, gegründet. Die „Männer der ersten Stunde“ waren der Bahnmeister Brüll (Vorsitzender und Kolonnenführer), Kaufmann Bartscher (stellvertretender Vorsitzender), Polizei-Sergeant Hugo Wolf (Kassenführer), Stadtsekretär Josef Müssen (Schriftführer), Kaufmann Anton Bertelsmeyer (Depotverwalter) und San.-Rat Dr. Josef Schulte (Kolonnenarzt). Diese sechs Bürger unserer Stadt, die sich unter dem Zeichen des Roten Kreuzes zusammengefunden hatten, riefen damals eine karitative Organisation in Geseke ins Leben, deren viele Mitglieder über 100 Jahre hinweg bis zum heutigen Tage meist unbeachtet und in aller Stille Dienst am Nächsten praktizierten. Die Gründung wurde am 4. Dezember 1903 zum ersten Mal angeregt. Dies geht aus einem Protokoll einer Vorstandsversammlung der Lippstädter Sanitätskolonnen hervor. Dieser Sitzung zufolge, wurden die Eintragungen für einen Augenblick unterbrochen, da ein als Gast anwesender Herr aus Geseke, der wieder abreisen musste, den Vorschlag unterbereitete, eine Abteilung in Geseke zum Beitritt zuzulassen. Wer dieser Initiator war, konnte bei den Recherchen nicht festgestellt werden. Der Aufbau der Geseker Sanitätskolonne wurde von Lippstadt wesentlich unterstützt, wenn in den Anfängen auch Geldmittel dafür fehlten. Finanzsorgen gehörten damals zu den größten Schwierigkeiten, mit denen die Gründer konfrontiert wurden.

    Neuer Vorsitzender: Wolf

    Nach der Pensionierung des Vorsitzenden, Bahnmeister Brüll, und dem Ausscheiden des 2. Vorsitzenden, Josef Bartscher, der sein Amt aus beruflichen Gründen niederlegte, wurde Hugo Wolf zum Vorsitzenden und zu seinem Stellvertreter Schlossermeister Adolf  Kißler gewählt. Ein Verzeichnis vom 2. März 1905 zählt 29 aktive Mitglieder. Am 2. März 1905 erteilte das Königlich Preußische Kriegsministerium die Zulassung zur Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes im Kriegsfalle. Am 18. Juni 1906 erfolgte die Erlaubnis vom Zentralkomitee des Preußischen Landesvereins vom Roten Kreuz zum Führen des Roten Kreuzes. Aus den weiteren Protokollen und den Akten geht hervor, dass die Kolonne Geseke sich an vielen Übungen, die teilweise im Verein mit benachbarten Kolonnen durchgeführt wurden, weiter ausbildete. Daneben herrschte ein reges Vereinsleben. Die Veranstaltungen und Tagungen der Zentralvereine wurden regelmäßig durch Delegierte besucht. Energisch wurde in den nächsten  Jahren an der Ausbildung der Kolonne gearbeitet, stets das Ziel vor Augen: „Für den Ernstfall gerüstet zu sein!“. Dieser Ernstfall traf nur allzu schnell ein. Die ersten Anzeichen des nahenden Krieges machten sich bemerkbar. In den Akten aus jener Zeit befindet sich eine Karte des Landrates von Büren, in der die Besichtigung eines Übungsgeländes abgesagt wurde. Die Kolonne Geseke wollte sich an den Kriegsspielen der Kriegsvereine und der Jugend im Kreise Büren beteiligen, hieß es in den historischen Unterlagen. Auf einer Karte schrieb der Landrat Winkelmann an die Kolonne: „In Anbetracht der ernsten Lage findet die für morgen bei Wulfstal in Aussicht genommene Besichtigung nicht statt“. In einer Rücksprache mit dem Landrat des Kreises Büren wurde die Kolonne Geseke ersucht, den Verwundetentransport nach den, vom stellvertretenden Generalkommando in Salzkotten und Büren eingerichteten Vereinslazaretten zu übernehmen. Auch in Geseke war gleich zu Beginn des Krieges ein Lazarett im  Krankenhaus eingerichtet worden. Die Geseker Kolonne hatte mit dem reduzierten Mitgliederbestand alle Hände voll zu tun, um die Transporte der Verwundeten und Kranken zum Lazarett auszuführen. Von ihren Mitgliedern verlor die Kolonne Geseke während des Ersten Weltkrieges fünf Mitglieder: Franz Grewe starb im Lazarett, Wilhelm Schreiner, Josef Flick und Wilhelm Wienhaus fielen an der Front, Wilhelm Engels wurde als vermisst erklärt.

    Vereinsleben unterbrochen

    Bis Februar 1915 schleppte sich das  Vereinsleben fort, um dann aufzuhören, vermutlich weil die wenigen Mitglieder keine Zeit hatten, Versammlungen zu besuchen. Nach dem Krieg, am 11.Juli 1919, lebte die Kolonne Geseke wieder auf. Ein neuer Vorstand wurde gewählt und das Vereinsleben bekam einen neuen Aufschwung. Das 20jährige Bestehen wurde glanzvoll begangen. Auch die Anerkennung der vorgesetzten Organisation blieb nicht aus. Mehrfach wurde der Kolonne Geseke für ihre geleistete Arbeit und ihre gute Organisation Anerkennung und Lob ausgesprochen. Trotz vieler Schwierigkeiten ging die Kolonne unter ihrem Kolonnenarzt Dr. Schulte ihrer selbstlosen Aufgabe nach. Es war ein schwerer Schlag, als am 20. Mai 1920 Dr. Schulte verstarb. Aber in Dr. Böhmer wurde ein vollwertiger Nachfolger gefunden. An dem Tag ihres 25jährigen Jubiläums zählte die Kolonne 29 aktive und 86 passive Mitglieder, von denen Hugo Wolf und Anton Bertelsmeyer zu den Gründern gehörten. Der damalige Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:  Kaufmann Anton Bertelsmeyer (Vorsitzender), Zimmermeister Konrad Engels (Kolonnenführer), Zimmermeister Fritz Sternberg (stellvertretender Kolonnenführer), Zigarrenhersteller Wilhelm Menke (Rechnungsführer), Färbereibesitzer Carl Petersson (Schriftführer), Former Hans Ramm (Depotverwalter) und Dr. med. Emil Nöll (Kolonnenarzt).

    25-jähriges Jubiläum

    Am Sonntag, 21. Juli 1929, fand das 25jährige Jubelfest unter zahlreicher Beteiligung der Bezirks- und Nachbarkolonnen statt. Mit der Jubelfeier war eine Tagung des Bezirksverbandes der Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz Arnsberg-Nordost verbunden. Die Stadt wurde festlich geschmückt, die Bürgerschaft nahm großen Anteil an den Veranstaltungen. Bürgermeister Boßler überbrachte den Gästen und der Kolonne die Grüße der Stadt Geseke. Als Ehrengäste waren der Generalinspekteur, Regierungs- und Medizinalrat Dr. Burgunder aus Münster, der Vorsitzende des Bezirksverbandes, Kolonnenführer Kramer aus Hamm, Landrat Freiherr Raitz von Frentz aus Lippstadt, und viele anderer erschienen. Die Kolonne Geseke zählte am 1. April 1934 45 Aktive und 82 passive Mitglieder. In der Stadt Geseke wurden 5 Verbandsstationen errichtet, die von der Bevölkerung sehr oft in Anspruch genommen wurden.

    425 Verbände wurden angelegt, sowie 62 Krankentransporte durchgeführt. Auch die von der Kolonne ausgebildeten ländlichen Sanitätsposten in Störmede, Langeneike, Ermsinghausen, Ehringhausen und Bönninghausen wurden stark in Anspruch genommen. Bei 24 sportlichen Veranstaltungen war die Kolonne präsent. Durch Verfügung des Deutschen Roten Kreuzes vom 26.04.1935 sind die freiwilligen Sanitätskolonnen vom Roten Kreuz des Kreises Lippstadt umgestaltet worden. Zum Zugführer des neu gebildeten allein stehenden Sanitätszuges Geseke wurde Zimmermeister Konrad Engels, zum Zugarzt Dr. Nöll, zum Schriftwart Karl Peterson, zum Kassenwart Franz Grewe sowie Heinrich Ramm zum Zugwart durch den Kreiskolonnenführer Dr. Schlaudraff berufen. Ebenfalls konnte in diesem Jahre der Sanitätszug Geseke erstmals Einsatzkräfte für den Luftschutz stellen. Aus den folgenden Jahren lagen infolge der Zeitverhältnisse nur dürftige Unterlagen vor. Die Tätigkeit der Mitglieder beschränkte sich in der Hauptsache auf den Transport Kranker und gebrechlicher mit Hilfe einer fahrbaren Krankentrage zum städtischen Krankenhaus. Im Verlaufe des Krieges, nach den Bombenangriffen auf unserer Stadt, wurde die Geseker Kolonne stark in Anspruch genommen. Die wenigen Mitglieder legten die ersten Notverbände an und führten den Transport der teilweise schwer Verwundeten durch. Bei allen Bombenangriffen auf die Stadt war die Geseker Kolonne zur Stelle und diente nach Kräften in treuer Pflichterfüllung der Allgemeinheit. Groß war der Dank an alle, die damals „Erste Hilfe“ leisteten.

    Besonderes Lob der Geseker Kolonne galt den Lippstädter Bereitschaften, die in bester Kameradschaft halfen. In den Aufzeichnungen aus dieser Zeit wurde die Lehrerin Elisabeth Bürger besonders lobend erwähnt. Sie führte jahrelang die weibliche DRK-Bereitschaft. Nach dem Kriege fand sich die Geseker Kolonne nur langsam wieder zusammen. Unter dem Bereitschaftsführer Konrad Engels wurden Kurse veranstaltet. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit unter den Mitgliedern wuchs und führte zu treuer Kameradschaft. Konrad Engels musste wegen eines schweren Unfalls, der ihn an das Bett fesselte, seinen Posten als Bereitschaftsführer niederlegen.

  • 1950 - 1999

    Neue Führung

    Am 20. Januar 1950 fand eine Generalversammlung statt, in der der folgende Vorstand gewählt wurde: Anton Rohde (Bereitschaftsführer), Alfed Engels (stellvertretender Bereitschaftsführer), Hermann Wienhaus (Schriftführer), Wilhelm Stamm (Depotverwalter), Dr. Rotermund (Bereitschaftsarzt) und die Gruppenführer Lemke und Bunte. Ein Beschluss dieser Generalversammlung war, neue Mitglieder zu werben und Kurse zu veranstalten. Nach Abschluss der ersten Kurse 1950/51 zählte die Kolonne 30 ausgebildete, aktive Mitglieder. Zur Verfügung standen eine Fahrbahre und acht Krankenwagen sowie fünf Verbandkästen. Im September 1951 trat die Sanitätskolonne Geseke nach erfolgter gründlicher Ausbildung zum ersten Male nach dem Krieg an die Öffentlichkeit. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Geseke, mit der die Kolonne stets gute Verbindung hat, wurde auf dem Gelände des Zementwerkes Kohle & Co. eine Einsatzübung durchgeführt, die viele Zuschauer anzog.

    Nach der Übung wurde der Kolonne in der Kritik, die der verstorbene Direktor Dr. Wiedel von der Landespflegeanstalt Geseke hielt, volle Anerkennung ausgesprochen. Die Werbung neuer Mitglieder wurde fortgesetzt. Nach einem Kursus im September 1953 erklärten neun Frauen und Mädchen ihren Beitritt zum DRK Geseke. Die weibliche Bereitschaft die sich während des Krieges stets eifrig und pflichtgetreu auch den stärksten Anforderungen gewachsen gezeigt hatte, konnte neu gegründet werden. 1954 zählte sie 17 Mitglieder. Am 11. Januar 1953 erhielt die Geseker Bereitschaft beim Leistungswettbewerb verschiedener Bereitschaften eine Anerkennungsurkunde vom DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. Im Jahr des 50jährigen Bestehens setzte sich wie folgt der Vorstand zusammen: Anton Rohde (Bereitschaftsführer), Alfred Engels (stellvertretender Bereitschaftsführer), Dr. Rotermund (Bereitschaftsarzt), Karl Beck (Schriftführer), Reinhold Bertelsmeyer (Kassen- und Depotverwalter) und Anton Bertelsmeyer (Ehrenvorsitzender).

    Ein halbes Jahrhundert

    Am 23. Mai 1954 beging die DRK-Bereitschaft Geseke den Tag, an dem sie vor 50 Jahren von einigen idealistischen Männern ins leben gerufen wurde. Im Zuge dieser langen Zeit haben sich immer wieder Frauen und Männer bereit gefunden, in stiller Arbeitsfreudigkeit dem Volksganzen zu dienen. Nach dem Kriege waren die Aufgaben nicht leicht. Vorstand, alte und junge Kameraden, haben immer erneut zum Zusammenhalten und Durchhalten aufgerufen. An ihrem Jubelfest zählte die Bereitschaft Geseke 38 Männer und 17 Frauen als aktive Mitglieder. Es kann ohne Eigenlob gesagt werden, das Deutsche Rote Kreuz hat sich in den Jahren seines Bestehens die Wertschätzung und Anerkennung der Bevölkerung der Stadt Geseke erworben, lauten die Eintragungen in der Festschrift die zu diesem Jubiläumsfest 1954 verfasst wurde. Flatternde Fahnen und Transparente begrüßten am Sonntagvormittag des 23. Mai die zahlreichen Gäste und die Bereitschaften aus dem Kreis Lippstadt, die an der Jubelfest in Geseke teilnahmen. Eingeleitet wurde die eindrucksvolle Feier mit dem Festakt in der Aula des Progymnasiums. Bereitschaftsarzt Dr. Rotermund zeigte sich bei der Begrüßung mit Stolz erfüllt, dass die Gäste in einer so hohen Zahl der Einladung gefolgt waren. Eine große Schar von Vertretern des öffentlichen Lebens hatte es sich nicht nehmen lassen, an diesem denkwürdigen Tag dabei zu sein. Kreisverbandsvorsitzender Dr. Meyer hob die selbstlosen, stillen Aktivitäten der Bereitschaft hervor.

    Als sinnvolles Zeichen der Anerkennung hatte der Kreisverband Lippstadt der Geseker Bereitschaft zehn Uniformen im Wert von 1000 DM gestiftet. Sodann nahm Landesbereitschaftsführer Tegtmeyer aus Münster die Ehrung der Jubilare vor. Für 50jährige Zugehörigkeit wurde Ehrenvorsitzender Anton Bertelsmeyer mit der Ehrenurkunde, der bronzenen Plakette und der Goldnadel des Landesverbandes ausgezeichnet. Bürgermeister Feldmann, Landrat Schopp und eine Reihe weiterer Gratulanten lobten die Bereitschaft und dankten ihr. Eine Schauübung auf dem Rathausplatz mit den Freiwilligen Feuerwehren von Geseke und Lippstadt und der DRK-Bereitschaft Geseke wurde von einer großen Menschenmenge interessiert beobachtet. Nach der Totenehrung setzte sich ein stattlicher Festzug in Bewegung. Im festlich geschmückten Saale Grewe schlossen ein Konzert und ein Tanzabend das Festprogramm ab.

    Ziel: Jugend-Rot-Kreuz

    Als feste Ziele hatten die Mitglieder der männlichen und weiblichen Bereitschaft zu diesem Zeitpunkt die Gründung des Jugend-Rot-Kreuz und des DRK-Ortsvereins Geseke ins Auge gefasst. Um weiter das Werk Henry Dunants fortsetzen zu können, rief das DRK die Bevölkerung zur Mitarbeit, zur ideellen und materiellen Unterstützung auf. Aus der folgenden Zeit lagen nur sehr wenige Unterlagen über die Aktivitäten der Bereitschaft vor. Bei einem Hausbrand in der Überwasserstraße sind die gesammelten Protokolle und Aufzeichnungen mit exakten Daten, Zahlen und Namen den Flammen zum Opfer gefallen. Das Vereinsleben nahm aber in diesen Jahren einen weiteren Aufschwung. Immer wieder schlossen sich Geseker Bürger der Bereitschaft an, um tatkräftig mitzuhelfen. Die Ausbildung wurde intensiviert. Erste – Hilfe Kurse und Sanitätslehrgänge standen regelmäßig auf dem Programm des DRK. Immer mehr Veranstaltungen von Seifenkistenrennen bis hin zu Fußballspielen wurden von den DRK-Helfern betreut. In jener Zeit ist auch die Frauenbereitschaft in die Gesamtbereitschaft übergegangen.

    Dr. Plonka neuer „Chef“

    Bei der Jahreshauptversammlung des DRK Geseke am 28. Mai 1963 formierte sich ein neuer Vorstand, der sich folgendermaßen zusammensetzte: Dr. Plonka (1. Bereitschaftsführer), Fritz Böhner (2. Bereitschaftsführer und Depotverwalter); Hans Fichtner (Schriftführer), Arno Dirschke und Karl Beck (beide Ausbilder). Im Juni beschloss man, dass Heinrich Kühnast sen. Ehrenmitglied werden soll. In den nächsten Monaten folgten kurz aufeinander Versammlungen, Einsätze, Alarmübungen, Dienstabende und wichtige Besprechungen. Im September wurden die langjährigen Vorstandsmitglieder Bernhard Bunte und Wilhelm Menke beerdigt. Als besonders gelungen erwies sich am 24. Mai 1964 die 60-Jahr-Feier der Bereitschaft. Festzug, Schauübung, Feierstunde im Hotel Roderfeld und die Neugründung einer Gruppe, die heute aus dem DRK Geseke nicht mehr wegzudenken ist, bestimmten das Geschehen dieses Tages: Das Jugend-Rot-Kreuz Geseke (JRK) wurde geboren, die ersten Mitglieder per Handschlag verpflichtet. Schnell fügte sich das JRK in die Gesamtorganisation ein und nahm bereits drei Wochen später an einem Blutspendetermin teil. Intensiv wurde hier von Anfang an die Ausbildung durchgeführt. Die Mitgliederzahl des JRK wuchs stetig an, die Rot-Kreuz-Arbeit in Geseke hatte eine weitere Stütze gefunden. 56 Einsätze wurden im Jahr 1964 gezählt, in dem die Bereitschaft mit 38 Mitgliedern aufwarten konnte.

    Hilfe bei Hochwasser

    Als im Juli 1965 die große Hochwasserkatastrophe in Lippstadt eintrat, waren Geseker Helfer zur Stelle, um in der Nachbarstadt Erste Hilfe zu leisten und die betroffenen Bürger zu unterstützen. Schulter an Schulter mit den anderen Einheiten halfen die Geseker mit. So waren am 18. Juli 19 Helfer aus unserer Stadt in Lippstadt im Einsatz. Auch an den folgenden Tagen konnte das DRK Lippstadt auf die Hilfe aus Geseke bauen.

    Gute Leistungen bescheinigte der Kreisbereitschaftsführer den Bereitschaftsmitgliedern, die im Steinbruch der Westdeutschen Zementwerke eine Alarmübung veranstalteten. Das JRK stellte die Verletzten. Vorträge und Tagungen ergänzten in jener Zeit  in regelmäßigen Abständen das Ausbildungsprogramm. Die Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1967 stand ganz im Zeichen des Führungswechsels: Heinrich Kühnast sen. gab nach langen Jahren, in den er die Bereitschaft in vorbildlicher Weise geführt hatte, sein Amt ab. Bei den Wahlen kristallisierte sich Fritz Böhner als neuer Bereitschaftsführer heraus. Sein Bruder Dieter Böhner übernahm das Amt des stellvertretenden Bereitschaftsführers. Aus dem umfangreichen Jahresbericht 1967 geht hervor, dass das DRK u. a. 124 Personen in sechs Lehrgängen mit den Grundzügen der Ersten Hilfe vertraut gemacht hatte. Plötzliche Alarmierungen und ein nächtlicher Einsatz bei Sturm und Hochwassergefahr wurden neben den  routinemäßigen Tätigkeiten unternommen. Nach langjährigen Bemühungen gelang es der Bereitschaftsführung, einen Raum im Feuerwehrgerätehaus von der Stadt zu bekommen – ein neuer Ansporn für gute, tatkräftige und kameradschaftliche Arbeit im Zeichen des Roten Kreuzes. Im August 1967 verstarb Alfred Engels, lange Zeit Vorstandsmitglied des DRK Geseke.

    Fünf Monate später wurde das neue DRK-Heim seiner Bestimmung übergeben. Die Jahreshauptversammlung wählte Arno Dierschke zum stellvertretenden Bereitschaftsführer, da Dieter Böhner Aufgaben im Kreisverband übernahm. 1000 Einsatzstunden leisteten die DRK-Helfer im Jahre 1968. 220 mal war die Bereitschaft mit Funk- und Sanitätsdienst an einer Reihe von wichtigen Veranstaltungen beteiligt. Für diese beachtliche Leistung zollte Bürgermeister Wiehe bei der Jahreshaupversammlung im Namen des Rates und der ganzen Bevölkerung der Bereitschaft Dank. Über 200 Bürger hatten an Kursen teilgenommen. Das Jugend-Rot-Kreuz zählte zu jenem Zeitpunkt 95 Mitglieder, wovon 11 zum Jahreswechsel in die Bereitschaft aufgenommen wurden, die dann mit 39 Mitgliedern eine ansehnliche Stärke aufwies.

    Ausbildungsstand prüfen

    Gemeinsame Übungen mit benachbarten Bereitschaften boten immer wieder die Gelegenheit, den Ausbildungsstand, die Ausrüstung und die Kooperation untereinander zu überprüfen. So auch bei einer 24 Stunden dauernden Übung, die mit dem DRK Rüthen und der Feuerwehr in Weine stattfand. Sieben Frauen und 26 Männer probten den Ernstfall bei nur vier Stunden Schlaf. Am 7. März 1970 erfolgte ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des DRK Geseke. Im Hotel Roderfeld wurde der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Geseke gegründet. 57 Personen waren erschienen, um unter Leitung des damaligen 2. Kreisvorsitzenden, Dr. Zillmer, einen Vorstand zu wählen. Einstimmig votierten die Anwesenden für Heinrich Kühnast zum Vorsitzenden. Weiter wurden bestimmt: Dr. Bergmann zum stellvertretenden Vorsitzenden, Georg Stamm zum Schatzmeister, Heinrich Herber zum Schriftführer, Frau Dr. Müntefering zur Bereitschaftsärztin, Fritz Böhner zum Bereitschaftsführer und Franz Brand zum JRK-Führer. Um 400 Kubikzentimeter Blut zu spenden, fanden sich genau 150 Spenderwillige im Gymnasium ein. Dies bedeutete eine Steigerung zu früheren Terminen um 50 Prozent. Bereitschaftsführer Fritz Böhner konnte wieder zahlreiche Ehrennadeln anerkennend überreichen. Mit 1373 „Arbeitsstunden“ der Bereitschaftsmitglieder präsentierte Fritz Böhner eine stolze Bilanz für das Jahr 1972. Blutspendetermine erbrachten insgesamt 407 Blutkonserven. Die Erste-Hilfe-Kurse erfreuten sich wieder einmal einer großen Resonanz in allen Bevölkerungsgruppen. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Geseke, sondern auch aus vielen benachbarten Orten.

    Im März 1974 ging die Ära „Kühnast“ zu Ende. Anlässlich der Jahreshauptversammlung erklärte der Vorsitzende des Ortsvereins, Heinrich Kühnast, seinen Rücktritt. Vier Jahre lang hatte er dieses Amt bekleidet. Einstimmig wurde er jedoch zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder anschließend Fritz Böhner. Mit Gerhard Knippenberg wurde schnell ein stellvertretender Vorsitzender gefunden. Zusatzwahlen bestimmten Heinrich Heber zum stellvertretenden Bereitschaftsführer und Ulrich Wittköpper zum JRK-Leiter. Erstmals in eigener Regie hatte die Bereitschaft eine „Lumpen-Aktion“ gestartet. Die Zahl der Einsatzstunden konnte auf 1832 ernorm gesteigert werden. Ein Zuwachs wurde auch bei den Blutspendeterminen registriert: 449 Personen waren dem Aufruf des DRK gefolgt. Die Versammlung beschloss, in den kommenden Jahren die aktive Werbung zu verstärken.

    Trauer um Heinrich Kühnast

    Die Nachricht vom Tode von Heinrich Kühnast im Herbst 1974 hatte tiefe Trauer ausgelöst. Nach längerer Krankheit war der Inhaber des DRK-Ehrenzeichens im Alter von 73 Jahren gestorben. Er gehörte 55 Jahre lang der Bereitschaft an. Maßgeblich war er an dem Wiederaufbau der Rot-Kreuz-Arbeit nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligt. Immer wieder verstand er es, durch seine persönliche Überzeugungskraft andere Menschen zum Dienst am Nächsten zu gewinnen.  Durch seine unermüdliche Tätigkeit, hat er nicht zuletzt der Jugend ein leuchtendes Vorbild gegeben.

    Kommunale Neuordnung

    Durch den Zuwachs neuer Stadtteile im Zuge der kommunalen Neuordnung 1975 erweiterte sich das Aufgaben- und Betätigungsfeld des DRK Geseke. Die Schlüsselworte „energische Aktivierung“ halfen allen DRK-Mitgliedern, die gesteckten Ziele zu erreichen. Ein Aufwärtstrend bei Blutspenden, Einsatzstunden und bei der Jahressammlung konnte im Jahre 1974 verzeichnet werden. Ein freundlicher Zustrom der Jugend stellte die Jahreshauptversammlung Anfang 1975 fest, an der u. a. auch die beiden Brüder und Vorstandmitglieder Fritz und Dieter Böhner für 20jährige aktive Mitarbeit geehrt wurden. Der nächste Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des DRK Geseke war der Umzug in die ehemalige  Pestalozzi-Schule („Haus der Vereine“) auf dem Stifte) . Mit einer schlichten Feierstunde wurde das neue DRK-Heim im Februar 1976 eingeweiht. Wie der stellvertretende Bürgermeister Göckel-Böhner erklärte, waren sich die Fraktionen einig gewesen, dass dem DRK ein Platz zugeteilt werden musste,  damit fruchtbare  Arbeit zum Wohle der Bürger geleistet werden könne. Unter einem Dach waren nun das  Rote Kreuz, der Malteser-Hilfsdienst, die Arbeiterwohlfahrt und das Mandolinen-Orchester Geseke zusammengefasst worden. Eine gute Voraussetzung für eine zweckmäßige Zusammenarbeit. In den folgenden Monaten bekräftigte das DRK mehrfach seinen nächsten Wunsch: „die Anschaffung eines Krankenwagens“. Doch mussten hier noch Zuschussfragen geklärt werden. Durch einen tragischen Verkehrsunfall verlor die Bereitschaft im Februar 1976 Ernst Lemke, der in seinem über 40jährigen Wirken stets ein vorbildlicher Kamerad gewesen war. Ebenso bestürzt wurde der Tod von Karl Thiele drei Monate später aufgenommen.

    25-mal Blut gespendet

    Erstmals konnte 1976 für 25maliges Blutspenden die goldenen Ehrennadel mit Gold-Ehrenkreuz verliehen werden: stellvertretender Bürgermeister Gockel-Böhner würdigte Bereitschaftsführer Fritz Böhner, der bei den zahlreichen Blutspendeterminen immer als Vorbild vorausging und sich selbst als Blutspender zur Verfügung stellte. Immer wieder von vielen Seiten gelobt wurde die starke Beteiligung des Jugend-Rot-Kreuzes bei den Aktionen des DRK, sei es bei Blutspenden, Sportveranstaltungen, Umzügen wie den Gösselkirmeszug, Katastrophenschutzübungen und Ausbildungslehrgängen. Wenn man sah, mit welchem Ernst und welcher Begeisterung diese Gruppe bei der Sache war, kann man getrost sagen, dass sich das DRK um den Nachwuchs keine Sorgen machen musste. Hier sind vor allem die treibenden Kräfte von Franz-Josef Koch, Margit Gärtner, Ulrich Wittköpper, Ulrike Kassner und Manfred Raker hervorzuheben. Mit beachtlichem Engagement setzten sich die JRK-Mitglieder für die Grundzüge des Roten Kreuzes ein, mit dem Ziel, der Jugend Anregung zum Einsatz für Gesundheit und Leben zu geben. Die Jugendarbeit findet  ihren Schwerpunkt in den wöchentlich stattfindenden Gruppenstunden. Jährlich zu Pfingsten wird eine gemeinsame mehrtägige Fahrt veranstaltet. Das JRK bietet nicht nur eine Alternative zu vielen Jugendverbänden, sondern eine echte Möglichkeit für zahlreiche Jugendliche, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Insgesamt bildet die Jugendrotkreuz-Gruppe eine starke Basis, aus der immer wieder Mitglieder für die Bereitschaft heranwachsen.

    Krankenwagen angeschafft

    Im Juni 1977 ging endlich ein langgelegter Wunsch in Erfüllung: der Kranken– und Mannschaftswagen konnte angeschafft werden. Feierlich wurde er von der Bereitschaft auf dem Marktplatz in Empfang genommen. Die Finanzierung dieses 30000 DM-Fahrzeuges konnte durch Eigenmittel, aus Altkleidersammlungen und Zuschüssen von höheren Stellen gesichert werden. Als Zeichen der Verbundenheit überreichte Bürgermeister Willi Heinrichsmeier zu diesem Anlass einen Scheck in Höhe von 1000 DM von der Stadt Geseke. Doch hat auch die Bevölkerung ihren Teil dazu beigetragen, dass dieser Krankenwagen mit Funkanlage in Betrieb genommen werden konnte. So kamen bei der letzten Altkleidersammlung vor diesem Ereignis 14 Tonnen Altkleider zusammen, die einen Reinerlös von etwa 5000 DM einbrachten.

    Geheimgehaltene Übung

    Um über den genauen Ausbildungstand informiert zu sein, werden ständig kleinere und größere Übungen angesetzt. Hierzu gehören auch intern geheim gehaltene Übungen, die zu höchst ungewöhnlichen Zeiten wie zum Beispiel Samstags abends um 22.20 Uhr begonnen werden. So geschehen im Juli 1977, als getestet wurde, wie groß die Helferstärke zu einem ganz besonders ungünstigen Zeitpunkt, nämlich samstags spätabends und mitten in der Urlaubszeit, ist. Innerhalb kürzester Zeit waren 18 Helfer zur Stelle, die durch Kradmelder alarmiert worden waren. Damals war ein  schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn mit 11 Verletzten, dargestellt von Mitgliedern des Jugendrotkreuzes, angenommen worden. Nicht aus dem Arbeitsprogramm wegzudenken ist die jährlich gemeinsame Großübung der drei Geseker Hilfsorganisationen: Freiwillige Feuerwehr, Malteser Hilfsdienst und Deutsches Rotes Kreuz. Buchstäblich Hand in Hand arbeiten in solchen Probefällen die Helfer von der Feuerwehr, dem MHD und dem DRK zusammen. Während die Feuerwehrleute, die von der „Katastrophe“ betroffenen Opfer in Sicherheit bringen, transportieren MHD und DRK die Verletzten ab und versorgen sie, ehe sie mit dem Krankentransportwagen in das Krankenhaus befördert werden. Als „reibungslos“ wird der Verlauf solcher Übungen bezeichnet, wenn sie im Rahmen einer gemeinsamen Besprechung von den drei Organisationen noch einmal kritisch beleuchtet werden; ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit von Feuerwehr, MHD und DRK sehr gut funktioniert. Verstärkt wurde auch in der folgenden Zeit der Sektor Ausbildung und Übung betrieben. So fanden in Lippstadt in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr Großübungen des DRK-Kreisverbandes Lippstadt statt, an denen natürlich die Geseker Helfer in großer Zahl beteiligt waren.

    3 JRK-Gruppen gegründet

    Im November 1977 gründete das Jugend-Rot-Kreuz drei neue Gruppen, die von Jürgen Sengebusch, Ulrich Rhein und Jürgen Tegetmeyer geleitet werden. 1978 wurde auch ein neuer JRK-Leiter gewählt: Martin Cramer. Eine große Zahl von Einsätzen stand auch 1978 auf dem Programm des DRK Geseke. Im Mai wurde das Radrennen in Geseke betreut. Zu fünf Blutspendeterminen fanden sich wieder erfreulich spendenwillige Bürger ein. In diesem Jubiläumsjahr zählt die DRK- Bereitschaft 37 Helfer, das JRK 85 Mitglieder. Im Januar konnte das Rote Kreuz Dr. Oskar Plonka zu seinem 70. Geburtstag herzlichst gratulieren. In der DRK Kreisgeschäftsstelle Lippstadt nahm der Geseker DRK- Ortsvereins- und Kreisverbands-Arzt seine Glückwünsche entgegen.

    75 Jahre DRK-Geseke

    Am 26. und 27. Mai 1979 begann das Deutsche Rote Kreuz in Geseke sein 75jähriges Jubiläum mit einen umfangreichen Festprogramm. Zahlreiche Geseker Vereine und Institutionen sowie Schirmherr Innenminister Burkhard Hirsch gratulierten dem Roten Kreuz in der Hellwegstadt. Das Festprogramm begann mit einer Ausstellung von Einsatzfahrzeugen und Gerätschaften bereits am Samstag. Das DRK vermittelte einen umfangreichen Einblick in die Arbeit und Tätigkeiten der Organisation. In den Räumlichkeiten des Gymnasiums hatte die DRK Bereitschaft sowie das JRK eine Ausstellung über Ausbildungsmaterial etc. aufgebaut. Ein Festzug durch die Stadt, dessen erstes Ziel das Ehrenmal war, wurde von vielen Geseker Bürgern begleitet. Im Rahmen des Festaktes wurden Heinrich Heber und Fritz Böhner für 25jährige, Dr. Plonka für 40jährige und Anton Rohde für 50jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet und geehrt.

    Großübung am Bahnhof

    Im Oktober 1979 wurde eine groß angelegte Übung im Geseker Bahnhof zusammen mit der Feuerwehr Geseke und dem Malteser Hilfsdienst durchgeführt. Die 21 Verletzten wurden durch das Jugendrotkreuz gemimt. Die angenommene Situation war die Entgleisung eines Reisezuges. Bei der anschließenden Manöverkritik in der Gaststätte Menne wurde Bilanz gezogen. Mängel im Übungsablauf sollten in Zukunft abgestellt werden, so dass im Einsatzfall möglichst optimale Hilfe für die Betroffenen gewährleistet ist. Nach einer Mitgliederwerbung zählte der DRK Ortsverein Geseke am Ende des Jahres 1979    528 Fördermitglieder. Im April 1980 beteiligte sich  das Rote Kreuz Geseke am 30jährigen Jubiläum der DRK- Bereitschaft  Erwitte-Anröchte. Heinz Ulrich Kastner übernahm 1980 das Amt des stellvertretenden Bereitschaftsführers. Fritz Böhner  wurde wieder neu mit dem verantwortungsvollen Amt des Bereitschaftsführers beauftragt. Erstmals wurden 1980 vier Blutspendetermine in der Stadt  Geseke durchgeführt. 2 Termine in der Kernstadt und 2 weitere Termine in Störmede. Der damalige Stadtdirektor Rolf-Dieter Prahl, der zugleich 1. Vorsitzende des DRK Ortsvereins Geseke war, konnte mit großer Freude zahlreiche Wiederholungsspender besonders ehren und auszeichnen. Während die Sanitätsdienste auf Sportplätzen, Sporthallen, Schützenplätzen und zur Geseker Gösselkirmes ein breites Feld der Geseker Rotkreuz Arbeit einnimmt, um nur einige zu nennen, war der große Sanitätsdienst zum Geseker Radrennen für die Helferinnen und Helfer eine Herausforderung. Galt es doch an zahlreichen gefahrenträchtigen Stellen Sanitätsposten zu stellen. Auch nahm das örtliche DRK an überregionalen Übungen teil, wie zum Beispiel in Rüthen bei der Firma Gröver.

    Neben der Feuerwehr nahmen das Rote Kreuz aus Geseke sowie die Rot-Kreuz- Einheiten aus Erwitte und Lippstadt  teil. 1982 wurde der langjährige Bereitschaftsführer Fritz Böhner für seine Verdienste geehrt. Mit Hans-Ulrich Kastner trat ein neuer Bereitschaftsführer das verantwortungsvolle Amt an. Im Jahre 1982 wurden insgesamt 2600 ehrenamtliche Stunden geleistet. 25 Mal trafen sich die Helferinnen und Helfer zu den Dienst- und Ausbildungsabenden der Bereitschaft. In Geseke wurden 3 Blutspendetermine und in Störmede 2 Blutspendetermine durchgeführt. Insgesamt erschienen hierbei 564 Blutspender.

    Einsatz wegen Bombenalarm

    Einen spektakulären Einsatz gab es für Feuerwehr, MHD und das DRK Geseke in der Nacht vom 27. auf den 28. März 1982. Ein unbekannter Anrufer kündigte an, dass gegen 4 Uhr eine Bombe im Geseker Krankenhaus explodieren sollte. 170 Patienten mussten daraufhin evakuiert werden. Im gegenüberliegenden Schwesternwohnheim und Verwaltungstrakt wurden diese vorübergehend vom DRK und MHD untergebracht. Kurz nach 5 Uhr wurde Entwarnung gegeben und die Patienten konnten wieder auf ihre  Zimmer zurückkehren. Im Februar 1983 trafen sich die Rotkreuz Mitglieder im kleinen Festsaal des Gymnasiums zur Jahreshauptversammlung. Der 1. Vorsitzende Rolf-Dieter Prahl eröffnete die Versammlung und konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen. Er würdigte in seiner Laudatio die Arbeit des verstorbenen Schatzmeisters Heinrich Reining sowie die des Schriftführers Heinrich Heber, der sein Amt aus Altersgründen aufgab. Das Amt des Schatzmeisters wurde von Bankdirektor Otting weitergeführt. Zum neuen Schriftführer wurde Ulrich Wittköpper gewählt. Ebenso galt es  6 neue aktive Mitglieder zu begrüßen. Andreas Bertels und Klaus Flamme wurden zu Gruppenführern ernannt, nachdem sie erfolgreich einen entsprechenden Lehrgang besucht hatten. Die Ernennungsurkunden wurden ihnen, nachdem sie von Bereitschaftsführer Kastner in ihre neuen Aufgaben eingewiesen worden waren, von Kreisbereitschaftsführer Gottfried Böltcher überreicht.

    Im Dezember erzielte man mit 173 Blutspendern das bisher beste Tagesergebnis bei Spendeterminen in Geseke. Herr Anton Karthaus konnte die Ehrenurkunde für 25maliges Blutspenden entgegen nehmen. Im Februar 1984 führte Ausbilder Arno Dirschke zum wiederholten Male einen Erste-Hilfe Lehrgang bei der Freiwilligen Feuerwehr Störmede durch, zu der das DRK Geseke ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Im April wurde durch die Bereitschaft Geseke der Kreiswettbewerb in Erster Hilfe in der Edith-Stein-Schule ausgerichtet. Die Organisation für die teilnehmenden Gruppen war perfekt und wurde von allen beteiligten gelobt. Ein zweiter Katastrophenschutz-Anhänger wurde in Eigenleistung mit tatkräftiger Unterstützung der Firma Blomenröhr aus Geseke gebaut und im November in Dienst genommen, um die zahlreichen Einsatzgegenstände wie Zelt, Tragen, Decken, Verbandsmaterial etc. transportieren zu können. Damit bestand die Möglichkeit, das Material schnellstmöglich zum Einsatzort zu bringen. Neben den Ausbildern stand der Rotkreuz Bereitschaft mit Dr. Plonka, Dr. Hammwöhner und Dr. Karthaus  auch der ärztliche Teil zur Ausbildung und Hilfeleistung zur Verfügung. Im Januar 1985 wurde tonnenweise Altpapier und Kleider gesammelt. Während die brauchbare Kleidung für Katastrophenzwecke eingelagert wurden, ist der nicht mehr brauchbare Teil und das Altpapier verkauft worden um damit die Arbeit vor Ort zu finanzieren. Im Mai wurde Heinz-Ulrich Kastner für weitere 3 Jahre mit der Führung der Bereitschaft durch Kreisbereitschaftsführer Böttcher aus Lippstadt beauftragt.

    Neuer 1. Vorsitzender

    Rolf-Dieter Prahl, der aus zeitlichen und beruflichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl zum 1. Vorsitzenden zur Verfügung stand, wurde durch Ulrich Wittköpper abgelöst. Wittköpper dankte Prahl für seine Verdienste als 1. Vorsitzender des DRK Ortsvereins Geseke und bat die Mitglieder eifrig, rege, aber auch kritisch sich mit ganzer Kraft für die Belange des Roten Kreuzes in Geseke einzusetzen. Gleichzeitig sprach er das räumliche Problem an, das Ausbildungsraum und Einsatzfahrzeuge nicht zentral untergebraucht waren. Neben dem Krankentransportwagen verfügte das DRK 1985 über 2 Katastrophen- schutzanhänger und einen Wohnwagen. Dieser wird als Unfallmelde- und Unfallhilfsstelle bei mehrtägigen Sanitätsdiensten von den Helferinnen und Helfern genutzt. 1986 wurde Bereitschaftsführer Heinz-Ulrich Kastner, der das Amt seit 1981 bekleidete und aus zeitlichen Gründen nicht mehr ausfüllen kann, durch Heinz Mergen abgelöst. Als Stellvertreter stand ihm Andreas Bertels zur Seite.

    Spendereinbruch wegen AIDS

    Einen Einbruch bei der Anzahl der Blutspender gab es 1986 zu beklagen, ausgelöst über zahlreiche Presseberichte um die bis dahin weitestgehend unbekannte Krankheit  Aids und die Übertragung durch Blutkonserven. Im April wurde ein 4-Trage-Krankenwagen vom Standort des Kreisverbandes Lippstadt nach Geseke übergeben. Damit erhöhte sich die Einsatzmöglichkeit der Bereitschaft enorm.

    ALARM! Brand im Marien- Krankenhaus Erwitte

    In der Nacht vom Sonntag, 21. September, auf Montag, 22. September 1986 wurde die DRK Bereitschaft Geseke zum Einsatz gerufen. Grund war ein Großbrand im Marien- Krankenhaus in der Nachbargemeinde Erwitte. Mit über 20 Helfern war das örtliche DRK in Erwitte in Bereitstellung gegangen. Man wartete auf den Einsatzbefehl – der glücklicher Weise aber nicht kam. Im März 1987 führte die Bereitschaft die jährliche Haus- und Straßensammlung durch. Mit den gespendeten Beiträgen der Geseker Bevölkerung wurde der Grundstock für die Anschaffung von vier 2-m-Band UKW Handsprechfunkgeräten gelegt. Mit Hilfe eines Zuschusses durch den Kreisverband Lippstadt konnten die notwendigen gewordenen Geräte angeschafft werden. Im Mai hatte das DRK und der MHD den ADN-Hilfsverein aus der Partnerstadt Loos /Frankreich zu Gast. Ein umfangreiches- Programm erfreute die Gäste und die Deutsch - Französische Freundschaft konnte mit Hilfe von Dr. Gödde, der als Dolmetscher fungierte, gefestigt werden. Die Bereitschaft beteiligte sich an einer Wochenendübung des Kreisverbandes Lippstadt im Bundeswehr Lager in Brilon Madfeld. Im Vordergrund stand vor allem die praktische Ausbildung und die Pflege der Kameradschaft.

    Im August verstarb der erfolgreiche Geseker Unternehmer Karl Bröcker. Anstelle zugedachter Kranz- und Blumenspenden, bat er um eine Spende für das örtliche Rote Kreuz. Von der Spendenhöhe war das DRK völlig überrascht. So konnte der finanzielle Grundstock für ein neues Einsatzfahrzeug gelegt werden, da der alte Krankentransportwagen in die Jahre gekommen war und die ständigen Reparaturkosten die Finanzen des DRK's zu stark belasteten. Im Januar 1988 konnte ein neues Tagesrekordergebnis bei den Spenderzahlen zu einem Blutspendetermin im Gymnasium festgestellt werden. 212 Personen kamen zum Aderlass.  14  Erstspender wurden dabei begrüßt. Im März wurde, anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Autohauses Auge, ein multifunktionales Einsatzfahrzeug der Bevölkerung präsentiert. Neben Mannschaftstransport und behelfsmäßigen Krankentransport war das Rote Kreuz in Geseke nun auch in der Lage, Rollstuhlfahrer zu befördern.

    Ehrenvorsitzender Dr. Plonka verstorben

    Am 12. Juni 1988 verstarb der Ehrenvorsitzende des DRK Ortsvereins Dr. Plonka, Träger des DRK-Ehrenzeichens seit 1974 und seit 1978 Träger der DRK-Verdienstmedaille. Dr. Plonka hatte wesentlich zum Wiederaufbau des Roten Kreuzes nach dem 2. Weltkrieg in der Hellwegstadt beigetragen. Der 4-Trage-Krankenwagen, welcher im Katastrophen-schutz eingesetzt wurde und dem örtlichen DRK vom Bund zur Verfügung gestellt war, ist auf Grund seines Alters und dem daraus resultierenden Zustand ausgemustert worden. Ersatz bekam das DRK hierfür nicht. Die DRK-Lehrgänge in lebensrettenden Sofort-maßnahmen am Unfallort besuchten zahlreiche Führerscheinbewerber im Jahre 1989, so dass der Ausbildungsraum in der ehemaligen Pestalozzi-Schule aus allen Nähten zu platzen drohte. Um die Teilnehmerzahl klein zu halten, wurden die Lehrgänge fast alle 6 Wochen wiederholt. Für die Sanitätsdienste wurde ein neuer gebrauchter DIN-Krankenwagen angeschafft. Mit dem KTW besaß nun das Rote Kreuz in Geseke ein auf technischen- und medizinischen Stand sehr gutes Einsatzfahrzeug. Im September 1989 trafen die ersten Übersiedler aus der ehemaligen DDR, welche über Ungarn in die BRD kamen, von dem Aussiedlerlager Unna-Massen in Eringerfeld ein. In den ehemaligen Schulen des Internats in Eringerfeld, hatte das Rote Kreuz die Leitung über das Außenlager von Unna-Massen, und damit die Betreuung der vielen Familien mit Kindern übernommen. Viele Stunden half hier die Bereitschaft in allen belangen ehrenamtlich, um den Betroffenen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.

    Container für Altkleider aufgestellt

    Im Jahre 1990 erfolgte die Aufstellung von Altkleidercontainern in der Stadt Geseke. Heute sind diese Rotkreuz-Sammelstellen aus dem Stadtgebiet gar nicht mehr wegzudenken. Von Anfang an erfreuten sich die Container großzügiger Kleiderspenden. Ein Sonderzug brachte im Bahnhof Geseke 700 Flüchtlinge aus Albanien. Das Rote Kreuz nahm sich ihrer an und betreute sie im Außenlager Eringerfeld. Eine neue Vorschrift für die Ausrüstung von Kfz-Verbandskästen veranlasste das Rote Kreuz in Geseke eine kostenlose Prüfaktion vor dem Tengelmann-Markt in der Mühlenstrasse durchzuführen. Unzählige Autofahrer ließen ihren Verbandkasten durch das Rote Kreuz überprüfen. Im Oktober 1991 erschien die geschichtliche Entwicklung der Sanitätskolonne in Geseke in den Geseker Heimatblättern. Der Autor, der 1. Vorsitzende Ulrich Wittköpper, hat weder Arbeit noch Mühen gescheut, um eine genaue Schilderung und den Verlauf der Arbeit des Roten Kreuzes von der Gründung an zu schildern. Im Mai 1992 brauchte die DRK Bereitschaft erstmals nicht den Dienst auf der Geseker Gösselkirmes in einem Sanitätszelt verrichten. Ein Wohnwagen den man vom DRK Ortverein Soest erworben hatte, konnte als Unfallmelde- und Unfallhilftsstelle eingerichtet werden. Vor allem der Schutz vor der Witterung und die abschließbare Unterkunft stellte für die Frauen und Männer die alljährlich den Sanitätsdienst auf der traditionellen Geseker Gösselkirmes verrichten, eine erhebliche, logistische Erleichterung dar.

    Wechsel in der Bereitschaftsführung

    Im Oktober 1993 traten Bereitschaftsführer Dieter Morawitz und sein Stellvertreter Meinolf  Lübbert von ihren Ämtern zurück. Diese führten ihr Amt von 1991 an aus und waren in ihrer Amtszeit für die Wiederbelebung der JRK-Arbeit, welche zum Erliegen gekommen war,  verantwortlich. Die Führung übernahm jetzt wieder der frühere Bereitschaftsführer Heinz Mergen und sein Stellvertreter Andreas Bertels, die sich 1991 von ihren Ämtern getrennt hatten, nachdem sie vorher bereits jahrelang die Bereitschaft geführt hatten. Ebenso erfolgte ein Wechsel im Ortsvereinsvorsitz. Nachdem Ulrich Wittköpper aus beruflichen und zeitlichen Gründen den Vorsitz niederlegen musste wurde Josef H. Meyer zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

    90 Jahre DRK-Geseke

    Im August 1994  konnte die DRK Bereitschaft Geseke auf 90 Jahre im Dienst zum Wohle der Mitbürger in Geseke zurückblicken. Mit einem kleinen Festakt, zu dem auch Bürgermeister Hohmann neben vielen anderen Vertretern aus Gesellschaft und Politik begrüßt werden konnte, zeigte das DRK sein Leistungsspektrum. Einsatzfahrzeuge wie Krankentransportwagen und Rettungswagen, Sanitätszelte und weiteres Einsatzmaterial wurde der zahlreich erschienenen Bevölkerung dargestellt. Natürlich gab es neben Getränkestand,  Würstchenstand und, Cafeteria auch für die Kinderbelustigung zahlreiche Attraktionen. Ebenfalls wurde in diesem Jahre die Alarmierung des DRK erheblich verbessert. Bis dahin wurde per Telefon(-kette) alarmiert. Aber da die Zeit beweglicher geworden war, hatte man sich für den Kauf von 6 Funkmeldeempfängern entschieden. So werden die Träger dieser so genannten FME eben nicht nur zu Hause am Telefon, sondern auch in der näheren Umgebung erreicht. Sie können so beispielsweise beim Einkaufen erreicht werden und direkt zur Rotkreuz-Unterkunft kommen. Heute verfügen alle Helferinnen und Helfer der Bereitschaft über die FME. Ohne diese wäre eine Alarmierung nicht mehr vorstellbar.

    Neues Sanitätszelt

    Im Sommer 1995 konnte ein neues Sanitätszelt mit finanzieller Hilfe der Sparkasse Geseke und dem DRK Kreisverband Lippstadt angeschafft werden. Die Neuanschaffung des Gerüstzeltes SG 20 für Sanitätsdienste und Einsätze war notwendig geworden, da das vorhandene Zelt nach 25 Jahren im Dienst, nicht mehr den Einsatzansprüchen gerecht wurde. Im Herbst konnte ein so genannter Arzttruppwagen, der aus dem Katastrophenschutz ausgesondert wurde, vom örtlichen DRK übernommen werden. Das Fahrzeug Baujahr 1983 versieht heute noch seinen Dienst und ist nicht mehr wegzudenken aus der Arbeit der Bereitschaft. Neben Personal in Truppstärke transportiert er ebenso Material wie Krankentragen, Decken, Sanitätszelte und andere Ausrüstungsgegenstände zum Einsatzort. Im Januar 1996 wurde das neu angeschaffte Alarmierungssystem mit einer unvermuteten Alarmierung auf die Probe gestellt. An einem Wochenendtag zu später Uhrzeit alarmierte die Rotkreuzleitung die Bereitschaftsmitglieder zur Unterkunft zu kommen, um zu sehen mit welcher personellen Stärke auch bei ungünstigen Bedingungen im Einsatzfall gerechnet werden konnte. Rotkreuzleiter Heinz Mergen erfreute sich über die zahlreich erschienenen Einsatzkräfte. Im März absolvierten 5 Rotkreuzler im Kreisverband Warendorf die Grundausbildung in der Verpflegung im Einsatzfall und am Feldkochherd mit Erfolg.

    Neuer Arbeitskreis gebildet

    Frau Monika Trost wurde einstimmig zur neuen Leiterin des neu gegründeten Arbeitskreises Blutspende und Soziales gewählt. Die Einrichtung des neuen Arbeitskreises war notwendig geworden, da viele Helferinnen und Helfer sich bei diesen Aufgaben engagieren wollten, ohne aber in der Bereitschaft mitarbeiten zu müssen. Heute leitet Sabine Bertels den Arbeitskreis und wird von Ulrike Böhm als Stellvertreterin in ihrer Arbeit unterstützt. Fast ein Dutzend  Frauen und auch Männer stehen dem Arbeitskreis zu Verfügung. Ohne die  Arbeit dieses Kreises, beispielsweise in der Küche bei den Blutspendeterminen, würde dem Roten Kreuz Geseke erhebliches  Arbeitspotential fehlen. Im Oktober schrillten die Funkmeldeempfänger und das DRK wurde für einen Einsatz alarmiert. Im Seniorenheim Eringerfeld war ein TV-Fernseher implodiert und das DRK vorsorglich durch die Rettungsleitstelle gebeten worden auszurücken da es sich hier möglicherweise um viele betroffene Personen unter den Bewohnern sowie dem Personal handeln konnte.

    Dunkle Wolken

    Die Deutsche Bahn AG kündigte 1997 an, das Bahngelände am Lindenweg zu veräußern. Damit war wieder die Unterbringung der Einsatzfahrzeuge und Anhänger an einem zentralen Ort gefährdet, denn die Fahrzeuge waren in dem ehemaligen Busdepot am Lindenweg, welches von der Bahn angemietet war, untergebracht.  Es musste nach  Alternativen gesucht werden, da bekannt wurde das im Rahmen der kompletten Überplanung des Lindenweges dass ehemalige Busdepot abgerissen werden sollte. Eine Wochenendübung von Freitag bis Sonntagnachmittag in Ermsinghausen wurde durch das DRK durchgeführt. Ausbildung wurde groß geschrieben. Neben Sanitätsausbildung kam die taktische Ausbildung und auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz. Alle Teilnehmer waren sich einig, solch eine Ausbildungsveranstaltung erneut durIm Sommer besuchten die Rotkreuzler den Partnerschaftsverein ADN in Loos, zu dem man seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Hochwasseropfer  des Oder Bruchs wurde im Haus Thoholte durchgeführt. Ein stolzer Betrag konnte erzielt werden, der an das DRK Generalsekretariat zur Verteilung an die Opfer weitergeleitet wurde. Im Oktober wurde erneut das DRK alarmiert. Diesmal zu einem Brandeinsatz in der Schreinerei Lappe zur Absicherung der eingesetzten Feuerwehrkräfte. 1998 wurde ein im Kreis Soest ausgesonderter Krankentransportwagen vom örtlichen DRK übernommen. Er sollte jedoch nicht hier bleiben, sondern auf die weite Reise nach Lettland gehen. Hier hat der DRK Stadtverband Delbrück eine Partnerschaft mit dem lettischen Roten Kreuz in Valka. Der Krankentransportwagen wurde an die Rotkreuz-Provinz Valka übergeben und versieht noch heute dort seinen Dienst. Auf die lange Reise wurde er von den Geseker Rotkreuzlern Heiner Lenze und Heinz Mergen geschickt. Dies sollte sich als sehr erschwerlich herausstellen. Besonders die Kälte machte den DRK Helfern zu schaffen. Einen Tag der offenen Tür veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr Geseke an dem auch das DRK teilnahm. Unter anderem stand auch der DRK Blutspendebus für die freiwilligen Lebensretter zur Verfügung.chzuführen.

    Anschaffung eines Rettungswagens

    Im Oktober wurde der in die Jahre gekommene Krankentransportwagen an den DRK Ortsverein Erwitte – Anröchte übergeben. Er  war noch in recht gutem Zustand,  aber zu klein geworden für eine qualitative Hilfe durch Notarzt und Rettungssanitäter. Abhilfe wurde geschaffen durch den Kauf eines gebrauchten Rettungswagens vom Kreis Soest. Dieser war für die Aufnahme der stark erweiterten  Notfallausrüstung sowie der Betreuung von Verletzten  und Kranken denkbar gut geeignet. Auf der Jahreshaupt-versammlung 1998 wurde Wolfgang Stall zum 2. Vorsitzenden gewählt. Eine Ehrung erhielten für 35 Jahre Ulrike Kassner und Arno Dirschke für 40 Jahre Mitgliedschaft. Anfang 1999 erfolgte die Räumung der angemieteten Kfz-Halle am Lindenweg. Man hatte vorübergehend Unterkunft beim Geseker Bauunternehmen Hans & Lenze an der Bönninghauser Strasse gefunden. Dieses war aber nur eine vorübergehende Lösung, denn nach vorheriger ergebnisloser Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die Fahrzeuge, wurde die Idee geboren sich eine eigene Unterkunft für Fahrzeuge, Geräte, Ausbildungsräume und Sozialtrakt zu schaffen. Auf der Jahreshauptversammlung im gleichen Jahr wurde die Idee von allen Helferinnen und Helfern begeistert aufgenommen, so dass das Ziel ehrgeizig verfolgt und in die intensiven Planungen eingestiegen  wurde.

    Ein weiterer großer Höhepunkt auf der Versammlung war die Ernennung von Arno Dirschke zum Ehrenmitglied im DRK Ortsverein Geseke. Seine besonderen jahrelangen Verdienste um  Ausbildung, Blut- spende aber auch bei zahlreichen Einsätzen führten zu dieser besonderen  Auszeichnung. Eine Umstellung im Alarmierungssystem bei der Feuer- und Rettungsleitstelle des Kreises Soest in Lippstadt, erforderte die Anschaffung von neuen, so genannten digitalen, Funkmeldeempfängern. Die Kosten hierfür in Höhe von 3884 € mussten vom DRK alleine getragen werden. Im November war die Freude bei den Helferinnen und Helfer besonders groß. Ein nagelneuer Sonderanhänger für den Zivilschutz konnte vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen werden. Die Ausrüstung dient zur Betreuung von zahlreichen Verletzten und betroffenen Personen bei Not- und Unglücksfällen. Hiermit wurde die Einsatzkraft der örtlichen DRK Bereitschaft enorm erhöht.

  • 2000 - heute

    Neues Fahrzeug

    Im Januar 2000 war wiederum sehr große Freude angesagt. Nachdem man zuvor am Jahresende einen Betreuungsanhänger bekommen hatte, wurde das dazu gehörige Zugfahrzeug ausgeliefert. Gerne machten sich die Rotkreuzler auf den Weg nach Hannover um im  VW-Werk das nagelneue Einsatzfahrzeug „Kombi Soziale Betreuung“ vom Typ VW T4 entgegenzunehmen. Im Rahmen des Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Störmede, beteiligte sich das DRK ebenfalls an einer Großübung in Störmede. Zahlreiche Verletzte die im Bereich Haus Nazareth, Kindergarten und alte Schule angetroffen wurden, galt es medizinisch zu versorgen. Bereitschaftsarzt Dr. Martin Hirt zeigte sich von den Leistungen der Helferinnen und Helfer des DRK beeindruckt und zollte sein Lob für den guten Ausbildungsstand. Im Juli lud das Autohaus Auge zu einer Benefizveranstaltung zu Gunsten einer neuen Rotkreuzunterkunft in Geseke die Bevölkerung ein. Ein stattlicher Betrag konnte von Wolfgang Auge dem DRK Ortsverein Geseke übergeben werden und sollte bei den bevorstehenden  Aufgaben mithelfen, die finanziellen Spielräume zu erweitern. Das Jahresende schloss mit einer Übung zusammen mit der Feuerwehr Geseke bei der Firma Druckguss und eines Einsatzes bei einem schweren Brand in Bönninghausen ab. Insbesondere die eingesetzten Feuerwehrkräfte hatten mit der starken Kälte zu kämpfen und waren für die vom DRK gereichten heißen Getränke dankbar.

    Das neue Zentrum

    Viele Stunden wurden bei Arbeitseinsätzen 2001 an dem inzwischen begonnenen Bau des DRK Sanitäts- und Hilfszentrums an der Mühlenbreite geleistet, denn mit Unterstützung der Stadt Geseke war es gelungen einen Bauplatz zu bekommen auf welchem die Planungen für ein eigenes Zentrum umgesetzt werden konnten.  Trotz kräftiger Hilfen durch  Geseker Firmen galt es die Kosten am Neubau durch  Eigenleistung stark zu reduzieren. Unterstützt wurde das Objekt auch durch die großzügigen Spenden der Sparkasse Geseke und der Volkbank Lippstadt / Geseke. Während im Mai der Umzug ins neue Heim begann und parallel hierzu die restlichen Arbeiten verliefen, wurde im August die Einweihung durch eine kleine Feierstunde, sowie die Einsegnung des Gebäudes und der Einsatzfahrzeuge vorgenommen. Mit einem Tag der offenen Tür wurde der Bevölkerung das neue Domizil des Roten Kreuzes in Geseke vorgestellt. Neben den zahlreich geleisteten Arbeitsstunden an der Unterkunft kam die eigentliche Rotkreuzarbeit nicht zu kurz.

    Eine Übung mit der Freiwilligen Feuerwehr Geseke am Trimmpfad forderte die Rotkreuzler als es galt, eine vermisst Person zu suchen. Eine Brauerei-Besichtigung in Detmold wurde als kleines Dankeschön für die geleisteten Arbeitsstunden an der Unterkunft an der Mühlenbreite durchgeführt. Auch  freiwilligen Helfer, die nicht  dem DRK angehörten und uns unentgeltlich mit zahlreichen Arbeitsstunden unterstützt hatten, waren dabei. Auch die Ausbildung von Ersthelfern in Geseker Firmen, die bei Arbeitsunfällen sofort in der Ersten Hilfe am Arbeitsplatz tätig werden können, gehört zu den Schulungsaufgaben der Rotkreuz-Ausbilder aus Geseke. So wurde 2002 in vier Geseker Betrieben die Ausbildung im Auftrag der Berufsgenossenschaften durchgeführt. Zu Einsätzen ist die Bereitschaft Geseke im April und Mai  2002 gerufen worden. Bei beiden Objekten, eine Schreinerei und ein landwirtschaftliches Gebäude, war jeweils ein Brand ausgebrochen. Mit 4 Einsatzfahrzeugen und 14 Einsatzkräften war das DRK jeweils vor Ort um eventuell betroffene Personen und die Einsatzkräfte im Bedarfsfalle zu betreuen. Bereits im Juli erfolgte ein weiterer Einsatz zu einem Brand an der Delbrücker Strasse. Da der Rettungsdienst bereits anderweitig im Einsatz war, übernahmen die Rotkreuzler unter Anleitung von Bereitschaftsarzt Dr. Hirt die Erstversorgung und den Transport eines verletzten Feuerwehrmannes. Einen Sonderblutspendetermin führte das DRK Geseke gemeinsam mit dem DRK Blutspendedienst aus Hagen im neuen katholischen Pfarrheim St. Petri am Markt mit großem Erfolg durch.

    Neben mehreren gemeinsamen Ausbildungsveranstaltungen mit der Freiwilligen Feuerwehr Geseke wurde auch eine gemeinsame Weihnachtsfeier veranstaltet. Diese förderte besonders das gegenseitige kennen lernen der Ehrenamtlichen und die Kameradschaft beider Organisationen. Ebenfalls konnte die DRK Bereitschaft Geseke in 2003 auf mehrere Realeinsätze zurückblicken. So im Januar bei einem Brand im Spielcasino an der Bürener Strasse. Ebenfalls bei einem Brand auf einem Bauernhof und bei einer Massenkarambolage auf der Bundesautobahn  44. Neben den jährlich wiederkehrenden Sanitätsdiensten wie Gösselkirmes und St. Sebastianer Schützenfest, um nur einige zu nennen, führte das örtliche DRK auch die Sänitätsbetreuung zum Kreisschützenfest in Mönninghausen durch. An zwei Tagen waren hier allein 36 Hilfeleistungen und ein Notfalleinsatz mit Notärztin zu verzeichnen.

    100 Jahre DRK Kreisverband

    An der 100-Jahr Feier des DRK Kreisverbandes Lippstadt, unseres nächst höherem Dachverband, beteiligte sich das Rote Kreuz aus Geseke engagiert. So wurden neben der Ausrüstung, die auf dem Lippstädter Marktplatz der Bevölkerung präsentiert wurde, auch die Verzehrstände von Helferinnen und Helfer vom örtlichen Roten Kreuz mit besetzt. Am Ende konnte man auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken. Bereits im Frühjahr des Jahres 2003 wurde ein erstes Treffen durchgeführt, an dem die ersten Eckpunkte zur „100 Jahr Feier“ des DRK Geseke besprochen wurden. Seitdem wurden in den Arbeitsgruppen viel besprochen, geplant und diskutiert um diesem besonderen Fest den passenden Rahmen zu geben. Für die gesamten Vorbereitungen war ein erheblicher Zeitaufwand von Nöten. Wir hoffen, den richtigen Rahmen gefunden zu haben!

    100-jähriges Jubiläum

    Im Jahr 2004 war es dann soweit! Das so lange vorbereitete 100-jährige Bestehen des DRK-Ortsvereins Geseke wurde groß gefeiert. Zeitgleich wurde auch das JRK-Geseke 40 Jahre alt. Die Feierlichkeiten fanden auf dem Gelände des Gymnasium Antonianums statt und erstreckten sich über zwei Tage. Am Samstag standen Vorführungen und Fahrzeugausstellungen auf dem Programm. Beim Festakt am Sonntag würdigten zahlreiche Vertreter des Stadt Geseke, der Feuerwehren und anderen Hilfsorganisationen die Arbeit des DRK-Geseke in der Hellwegstadt. Für den Ortsverein Geseke war dies Ansporn genug, die erfolgreiche Arbeit des vergangenen Jahrhunderts auch in Zukunft fortzusetzen.

    Auslandseinsatz

    Im Mai 2005 machten sich 3 Helfer des DRK-Geseke zusammen mit zwei Kollegen aus dem Stadtverband Delbrück auf den langen Weg nach Lettland. Ziel war der kleine Ort Valka nahe der estländischen Grenze. An Bord der beiden mitgeführten Fahrzeuge befanden sich Möbel und Einrichtungsgegenstände für die örtliche Rotkreuz-Gemeinschaft in Valka. Auch ein Ausflug in die Hauptstadt Riga stand auf dem Programm der Helfer.

    Großbrand in Gewerbebetrieb

    Einen der größten Einsätze seiner Geschichte erlebte das DRK-Geseke am 11.06.2005. Nachdem es Anfang des Jahres bereits zu einem Brand in einer Autowerkstatt gekommen war, stand diesmal nun eine Eisengießerei an der Ernst-von-Bayern-Straße in Flammen. Im Einsatz befanden sich neben den DRKlern bis zu 150 weitere Hilfskräfte der Feuerwehr, Polizei und THW. Erst nach etlichen Stunden gelang es der Feuerwehr, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die Geseker Rotkreuzler sicherten die ganze Zeit alle Einsatzkräfte sanitätsdienstlich ab und sorgten zudem für eine ständige Versorgung mit Essen und Getränken.

    Bauernhöfe in Flammen

    Nur kurze Zeit hintereinander standen am 23.12. und 30.12.2005 zwei Bauernhöfe in Flammen. Nachdem zunächst ein Feuer im Ortsteil Mittelhausen eine Scheune vernichtet hatte, entstand bei einem Stallbrand an der Bönninghauser Straße nur verhältnismäßig geringer Schaden. Bei beiden Einsätzen war das DRK-Geseke innerhalb kürzester Zeit vor Ort und unterstützte Feuerwehr und Rettungsdienst.

    Einsatz bei der Fifa-Fussball WM

    "Die Welt zu Gast bei Freunden". So lautete der Slogan der im Jahr 2006 in Deutschland stattfindenden Fifa-Fußballweltmeisterschaft. Im Rahmen des Katastrophenschutzes bzw. der öffentlichen Gehfahrenabwehr kamen auch mehrere Helferinnen und Helfer zum Einsatz. Beim Spiel Deutschland - Polen in Dortmund hielten sie sich z.B. mit weiteren DRK-Einheiten in einem Sammelbereich in Hamm/Rhynern für einen eventuellen Einsatz bereit. Glücklicherweise kam es während der kompletten WM-Zeit zu keinen besonderen Vorfällen.

    Neue Rotkreuzleitung

    Im Jahr 2007 ging dann eine Ära zu Ende! Nach vielen langen Jahren als Rotkreuzleitungs-Team gaben Heinz Mergen (Rotkreuzleiter) und Andreas Bertels (stellv. Rotkreuzleiter) den Staffelstab an die nächste Generation weiter. Daniel Schulte und Thorsten Schmitz übernahmen fortan das Kommando. Auf der Generalversammlung wurde die scheidende Rotkreuzleitung aber noch einmal für ihre jahrelange Arbeit geehrt und ausgezeichnet.

    Insolvenz des Kreisverbandes

    Aber auch auf Kreisebene gab es 2007 große, einschneidende Veränderungen. Nachdem es sich bereits seit geraumer Zeit abgezeichnet hatte, musste der DRK-Kreisverband Lippstadt Insolvenz anmelden! Finanziell waren die Ortsvereine zwar von der Pleite nicht betroffen da sie in diesem Bereich eigenständig agieren, jedoch entstand ein sehr hoher Imageschaden, da die breite Öffentlichkeit die beiden Ebenen Kreisverband <-> Ortsverein nicht immer zu trennen wusste.

    Wie Phoenix aus der Asche

    Das aber aus einer Niederlage auch schnell ein Sieg werden kann, zeigte sich bereits am 01.07.2007. An diesem Tage gründeten die vier Ortsvereine Rüthen, Lippstadt, Erwitte/Anröchte und Geseke den neuen DRK-Kreisverband Lippstadt-Hellweg. Seine Geschäftsstelle wurde schließlich in einer ehemaligen Arztpraxis in Erwitte eingerichtet. Das Besondere am neugegründeten Kreisverband: Der Vorstand setzt sich ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammen, die zudem auch noch Führungspositionen in ihren Ortsvereinen innehaben. Die Kernaufgaben des neuen Kreisverbandes liegen in der Breitenausbildung (Lebensrettende Sofortmaßnahmen u. Erste-Hilfe) sowie in der Kleidersammlung. Bereits im ersten Jahr konnte eine äußerst positive Bilanz mit deutlich schwarzen Zahlen vorgelegt werden.

    Sturm und Regen

    Die Einsätze des Jahres 2007 werden allen Geseker Rotkreuzlern noch lange in Erinnerung bleiben! Zwei große Naturkatastrophen suchten auch den Kreis Soest heim. Nachdem im Januar bereits Orkan "Kyrill" verheerende Schäden an Gebäuden, Straßen und Bäumen verursachte, richteten die im August nach heftigen Regen auftretenden Wassermassen einen mindestens genauso großen Schaden an. Wie die Einsatzkräfte der Feuerwehr Geseke stießen auch die Mitglieder des DRK-Geseke an ihre Grenzen. Zwar mussten sie keine Sandsäcke füllen und Keller leer pumpen, aber die Evakuierung eines Campingplatzes am Möhnesee und die ständige Versorgung der im Einsatz befindlichen Feuerwehrkräfte zerrte letztentlich doch an der körperlichen Leistungsfähigkeit.

    Chemieunfall mit Chlorgas

    Bisher hatte es das DRK-Geseke im Einsatzfall meist immer mit Brand-, Sturm- oder Wasserkatastrophen zu tun. Trotzdem war man auf den Chlorgasunfall der sich am 03.09.2008 auf einem Industriegelände an der Salzkottener Straße ereignete gut vorbereitet. Auf der Ladefläche eines anliefernden LKW`s trat aus einem defekten Kanister eine giftige Chemikalie (Natriumhypochlorid) aus. Die kurz nach der Alarmierung eintreffende Feuerwehr Geseke sperrte den betroffenen Bereich weiträumig ab. Zusammen mit dem Rettungsdienst und der anwesenden Notärztin wurden der LKW-Fahrer und sechs weitere Personen, die mit dem Gefahrenstoff in Verbindung gekommen waren, untersucht. Vorsorglich wurden zwei Patienten zunächst zur Weiterbehandlung bzw. Beobachtung in das Geseker Krankenhaus transportiert.

    Neue Einsatzbekleidung

    Aufgrund der Sicherheitsvorschriften für im Einsatz befindliche Helfer tauschte das DRK-Geseke im Jahr 2008 fast seine komplette Einsatzbekleidung aus. Alle Helferinnen und Helfer erhielten neue Einsatzhosen und Oberbekleidung. Zudem wurde auch mehrere Sicherheitsstiefel neu angeschafft. Das neue Erscheinungsbild des DRK-Geseke (rote Hose, blaues Oberteil, rote Jacke) entspricht nun den geltenden Vorschriften.

    Weihnachten im Januar

    Das Jahr 2009 begann mit einem großen, nachträglichen Weihnachtsgeschenk. Die Helferinnen und Helfer staunten nicht schlecht als sie sahen, was da alles für neue Ausrüstungsgegenstände vor ihnen standen. Neben den 10 neuen digitalen Funkmeldeempfängern war es dem DRK-Geseke mit Hilfe des Kreisverbandes Lippstadt-Hellweg und einiger Geseker Firmen gelungen, auch einen Power-Moon (Gerät zur blendfreien Ausleuchtung eines großen Geländes) und eine neue moderne Zeltheizung zu beschaffen. All dies bedeutete eine weitere Steigerung der Leistungsfähigkeit des DRK-Geseke.

     

    wir noch weiter fortgesetzt ...

Schlussworte

Das DRK-Geseke kann heute mit berechtigtem Stolz auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurückblicken. Auf Jahre, in denen vieles zum Wohle der Mitmenschen geleistet wurde. Von der Gründung bis zum heutigen Tage gab es zwar eine Reihe von Rückschlägen, ganz besonders durch die beiden verheerenden Weltkriege, doch waren die DRK-Helfer stets zur Stelle, um unter dem Zeichen des Roten Kreuzes das Werk von Henry Dunants fortzusetzen. Diese Chronik dokumentiert einen stetigen Aufwärtstrend, an dem mit Unterstützung der Bevölkerung festgehalten werden soll.

Besonderen Dank möchten wir zum Schluss an all diejenigen richten, die uns in all den Jahren, in welcher Form auch immer, unterstützt haben. Insbesondere den Fördermitgliedern, welche uns zum Teil sehr lange die Treue hielten und noch halten, sprechen wir unseren herzlichen Dank aus.

Ohne alle diese Förderungen war und ist unsere Arbeit nicht durchführbar!!!